Ottmachau - Marek Sikorski

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Aus der Geschichte der Stadt

Das Zentrum der Stadt

Die Stadt Ottmachau war im Verlauf der Geschichte mit dem Breslauer Bistum verbunden und gehӧrte zum kirchlichen Neisser Fürstentum. Über die Anfänge der Stadt wissen wir nicht viel, aber es gibt kirchliche Urkunden, die die Existenz des Ortes im Mittelalter bezeugen, wie z.B. die Schutzurkunde des Papstes Hadrian IV. aus dem Jahre 1155, in der die Kastellanei in Ottmachau erwähnt wird. Andere Urkunden, wie die von Innocent III. aus dem Jahre 1245, bestätigen sie als bischöflichen Besitz. Aus der vom Breslauer Bischof Thomas I. im Jahre 1263 ausgestellten Urkunde erfahren wir, dass die Ottmachauer Kastellanei einen besonderen Charakter hatte. Die Kastellanei wurde auch in einem anderen Dokument erwähnt, das von dem Breslauer Bischof Thomas II. aus dem Jahre 1287 stammte.

Der gro?e polnische Historiker Johannes Długosz hat in seiner Chronik aus dem 15. Jhrd. geschrieben, dass die Mongolen während ihres Einfalls in Schlesien im Jahre 1241 hier ein Lager hatten. Der Breslauer Bischof Preczlaus von Pogarell (1342 - 1376) hat im Jahre 1369 die Stadtmauer gestiftet und das Stadtrecht bestätigt. Ottmachau bekam im Jahre 1386 ein Kollegiatstift mit einem Propst, das mit seinen Stiftsgütern vom Papst Urban VI. 1388 bestätigt wurde.

Das Zentrum der Stadt

1428 wurde die Stadt von den Hussiten überfallen und zerstӧrt. Sie kamen 1430 wieder nach Ottmachau und blieben 5 Jahre. Die Hussiten verlie?en erst die Stadt, als sie von dem Breslauer Bistum ein Lösegeld bekamen. Ein drittes Mal eroberten sie die Stadt im Jahre 1443 und blieben ein Jahr. Auf Grund der Zerstörung der Stadt durch die Hussiten wurde 1477 das Kollegiatstift nach Neisse verlegt. In der Neuzeit wurde Ottmachau durch den Handel und das Handwerk bekannt und die Umgebung durch die Landwirtschaft.

Während des Drei?igjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Stadt im Jahre 1646 zerstӧrt und gebrannt. Danach erlebte sie eine Blütezeit dank den Breslauer Bischöfen. Es geschah unter der Regierungszeit von Bischof Franz Ludwig von Neuburg (1683-1732), der zu den größten Kunstmäzenen von Schlesien gehӧrte. Unter anderem hat er die barocke Pfarrkirche, das Niederschloss und den Umbau des Schlosses gestiftet.

Das Zentrum der Stadt

Ein neues Kapitel der Ottmachauer Geschichte begann mit den Schlesischen Kriegen (1740 - 1763). Im Jahre 1741 wurde die Stadt von Preu?en bombardiert und besetzt. Infolge dieser schlesischen Kriege verlor die Habsburger Monarchie fast ganz Schlesien und Ottmachau gelangte, wie auch die anderen schlesischen Städte, unter die preu?ische Herrschaft.

Durch das preu?ische Gesetz der Säkularisation im Jahre 1810 wurde der ganze Kirchenbesitz inklusive Ottmachau säkularisiert. Herrschaft und Gut von Ottmachau wurden infolge der Säkularisation dem preu?ischen Staatsmann, Gelehrten und Mitgründer der Berliner Universität, Wilhelm von Humboldt (1767-1835), im Jahre 1820 als Schenkung für Verdienste verliehen und sie blieben im Besitz der Familie von Humboldt bis 1928. In der zweiten Hälfte des 19. Jhrds. entwickelte sich in der Stadt Industrie.

Der wichtigste Industriebetrieb war die Aktien-Zuckerfabrik, die 1880 als Familienunternehmen gegründet wurde. Sie war die grӧ?te in Oberschlesien und wurde 1924 modernisiert. Im Jahre 1928 begann der Bau des Ottmachauer Staubeckens, das zu den wichtigsten Unternehmungen in der Region gehӧrte.

Die Gartenarchitektur des Niederschlosses

Der Bau wurde im Jahre 1933 beendet. In der Zeit des Ersten und des Zweiten Weltkrieges erlebte die Stadt keine gro?en Veränderungen (nur 1945 wurden einige Häuser durch Artilleriebeschuss zerstӧrt). Bis 1945 gehӧrte Ottmachau zu Deutschland, danach wurde es polnisch. Seit 1945 wurde die polnische Bevӧlkerung angesiedelt und gleichzeitig begann die sog. Aussiedlung der deutschen Bevӧlkerung. In der Nachkriegszeit entwickelte die Stadt sich weiter. So wurde sie u.a. auch ein touristischer Ort, der in Polen durch das sog. "Blumenfest" sehr bekannt ist.

Umschlagdesigner Marek Sikorski

Fotograf Marek Sikorski

Übersetzer Marek Sikorski

? Marek Sikorski, 2020

? Marek Sikorski, Umschlagdesign , 2020

? Marek Sikorski, Fotos, 2020

? Marek Sikorski, Übersetzung, 2020

Otmuchów był kiedyś miastem biskupim należącym do kościelnego księstwa nyskiego. Spotykamy tu wiele zabytków pochodzących z fundacji słynnego mecenasa sztuki biskupa wrocławskiego Franciszka Ludwika von Neuburg. Wśród nich ważne miejsce zajmuje barokowy kościół pw. św. Mikołaja i św. Franciszka Ksawerego. Atrakcją miasta jest średniowieczny zamek, przebudowany w czasach nowożytnych oraz ratusz z zegarem słonecznym.

ISBN 978-83-8189-695-5

Erstellt mithilfe des Intelligenten Verlagssystems Ridero